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Eindrücke unserer Studenten

Interview mit Evelyn Seith
Wirtschaftsinformatik Jahrgang 2007

Welche Aufgaben erfüllen Sie hauptsächlich in Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Bei den Praxiseinsätzen im Unternehmen fallen mir zum einen Aufgaben im Rahmen von Projekten zu. Dabei unterstütze ich die Mitglieder des Projektteams bei ihren Tätigkeiten durch Datenauswertung und -aufbereitung, Mitorganisation der Abläufe und Bereitstellung von kleineren Software-Tools. Zum anderen übernehme ich Aufgaben des Tagesgeschäftes. Dies bedeutet die eigenständige Bearbeitung von Teilprozessen der Abteilung, wie Organisation und Bearbeitung von Anfragen. Die Entwicklung eigener Ideen und Konzepte sowie die Analyse von Problemstellungen der jeweiligen Abteilung ist in Form einer Projektarbeit Teil des Praxiseinsatzes.

Was ist das Besondere an Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Alcatel-Lucent ist ein international agierendes Unternehmen mit einer Vielzahl an Standorten in Ländern rund um den Globus. Dies bietet die Möglichkeit im Rahmen des Praxiseinsatzes aus einer Fülle an Alternativen eine Niederlassung zu wählen, um dort Erfahrungen in den Bereichen Arbeitsorganisation und -ablauf sowie Mentalität und Kultur zu sammeln. Durch die Internationalität werden Einblicke in die interkulturelle Kommunikation, Verhandlung und das Projektmanagement sowie deren jeweilige Probleme gewährt, was Zudem unterstützt die Ausbildungsabteilung ihre Studenten in Form von Seminaren, Projekten und Teambildenden Maßnahmen ihre Sozialkompetenzen und Organisationsfähigkeiten weiter zu entwickeln mit dem Ziel sie auf den späteren Berufsalltag bestmöglich vorzubereiten.

Warum haben Sie sich für den Ausbildungsberuf Wirtschaftsinformatik entschieden?
Dieser Studiengang vereint wie nur sehr wenige andere zwei der bedeutendsten Bereiche des heutigen Berufsleben: die Betriebswirtschaft und die Informatik. Der Wirtschaftsinformatiker bildet die Schnittsteller beider Gebiete und kann sowohl als Betriebswirt mit Technikhintergrund als auch als Informatiker mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen verstanden werden. Er stellt demnach die Kommunikationsfähigkeit der Betriebswirtschaft mit der Informatik sicher und kann als Vermittler beider Welten dienen. Gerade die Kombination der beiden Elemente macht das Studium besonders interessant und abwechslungsreich und bietet im späteren Berufsleben eine breite Auswahl an Tätigkeitsfeldern.

Wie lange dauert das Studium und welchen Abschluss erhalte ich danach?
Das Wirtschaftsinformatikerstudium an der Berufsakademie umfasst 6 Semester und führt zum Abschluss als Bachelor of Science.

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?
Schulische Voraussetzung für das Studieren an einer Berufsakademie ist der allgemeine Hochschulabschluss. Idealerweise hat man diesen an einem Wirtschaftsgymnasium erworben, wodurch das Studium enorm erleichtert wird, da die Inhalte auf dem schulisch erworbenen Wissen aufbauen. Gerade Schulfächer mit wirtschaftlichem Hintergrund aber auch gute Noten in Mathematik und Informatik sind für das Studium von Vorteil.
Zu den persönlichen Voraussetzungen gehören autodidaktische Fähigkeiten, Flexibilität und Offenheit sowohl in Bezug auf das Studium als auch im zwischenmenschlichen Bereich, eine scharfe Auffassungsgabe sowie der Hang zum strukturierten und analytischen Denken.
Die obligatorische Fähigkeit und der Wille zur lebenslangen Weiterbildung ist eine nicht mehr wegzudenkende Voraussetzung in der heutigen Berufswelt und somit auch unerlässlich für die Wirtschaftsinformatikerin.

Wie ist der Unterricht organisiert?
Anders als an der Uni hat man an der VWA eine Gruppe, ähnlich wie in der Schule - für den Jahrgang 2007 gibt es z.B. 3 Wirtschaftsinformatik-Gruppen, die auch über die 3 Jahre hinweg immer zusammen Unterricht haben. Wahlmöglichkeiten bei Fächern oder Kurszeiten gitb es nicht.
"Wichtige Fächer" an sich gibt es meiner Meinung nach auch nicht - pro Semester werden einem Fach zwischen 24-48 Unterrichtsstunden zugewiesen und entsprechend der Stundenanzahl ist auch die Gewichtung für die Abschlussnote festgelegt.

Welche Perspektiven haben Sie nach der Ausbildung?
Für gewöhnlich übernimmt das Unternehmen die meisten Absolventen .
Aber auch wenn man sich später anderswo einen Arbeitsplatz suchen will, ist der Abschluss von der VWA Stuttgart bei anderen Unternehmen gern gesehen.
Durch die Akkreditierung des B.Sc. Wirtschaftsinformatik (VWA) in diesem Jahr mit 210 ECST-Punkten wird auch ein späterer Masterabschluss an einer FH oder Uni einfacher.

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Interview mit Tobias Genz
Betriebswirtschaftslehre Jahrgang 2007

Welche Aufgaben erfüllen Sie hauptsächlich in Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Die Aufgaben, mit denen ich bisher vertraut war sind vielfältig. Im ersten Abteilungseinsatz wurden mir umfangreiche Aufgaben in der Auftragserfassung und -bearbeitung anvertraut. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen /-innen verlief sehr positiv und ich konnte mein an der VWA angewandtes Wissen anwenden und vertiefen. Der vorerst letzte Praxiseinsatz im Marketing, drehte sich um die eigenverantwortliche Organisation einer Veranstaltung um die Kontakte zu anderen Unternehmen zu festigen. Die Zusammenarbeit mit meinem Vorgesetzten war sehr positiv, er ließ mir frei Hand sowohl bei weitreichenden Entscheidungen, als auch bei der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. Das Highlight war der eigentliche Event mit über 100 Teilnehmern Ende August im sehr idyllischen Wintersportort Oberhof.

Was ist das Besondere an Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Alcatel-Lucent ist ein international tätiges, anerkanntes Technologieunternehmen in der Telekommunikationsbranche. Referenzen wie die mehrmals mit dem Physiknobelpreis ausgezeichneten Bell-Labs sprechen für sich. Was davon bei mir persönlich ankommt ist vor allem die umfangreiche Betreuung und Förderung der Auszubildenden und Studierenden, um die Innovations- und Kundenorientierung zu behalten oder auszubauen. Außerdem ist der Verdienst im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen außerordentlich gut!

Warum haben Sie sich für den Ausbildungsberuf entschieden?
Betriebswirtschaftslehre oder auch Industrial Management (BA) bietet durch die Kombination von theoretischer und praktischer Ausbildung vielfältige Vorteile zu einem Unistudium.
Die Praxis führt dazu, dass der Student umfangreich von "seinem" Unternehmen betreut und unterstützt wird. Weiterhin wird sofort die Theorie jedes Semesters im Unternehmen angewandt und sogar vertieft. Das Modell des fördern PLUS fordern wird im Rahmen der Berufsakademie sehr großgeschrieben.

Welche Aufgaben fallen Ihnen besonders leicht?
Ich habe grundsätzlich gute Fähigkeiten in Mathematik und Sprachen. Dadurch fallen mir analytische Aufgaben besonders leicht (z.B. Rechnungswesen). Aber auch in Rhetorik und Präsentationen werden mir von Kommilitonen mittlerweile sehr gute Fähigkeiten bescheinigt, was ich vor allem auf das bisherige Studium zurückführe.

Wie lange dauert die Ausbildung und unter welchen Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Dadurch, dass es ein fest geplantes, straff organisiertes Studium ist, sind Verkürzungen definitiv nicht möglich.

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?
Zu ersterem ist zu sagen, dass die schon angesprochenen analytischen Fähigkeiten, aber auch sprachliche Fähigkeiten Vorraussetzung sind. Wichtige persönliche Eigenschaften sind darüber hinaus noch Selbstvertrauen und Selbstdisziplin, aber auch Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Offenheit für Neues.
Wichtig hierbei zu betonen ist jedoch auch, dass Grundlagen und Potential bei sowohl den schulischen, als auch bei den persönlichen Voraussetzungen zu erkennen sein sollten. Wie in meinem Fall jedoch auch, ist zu Beginn des Studiums niemand perfekt. Dieses angesprochene Potential wird innerhalb der 3 Jahre dann ausreichend beansprucht und ausgebaut!

Wie ist der Unterricht an der Berufsschule organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?
Die Berufsschule ist in meinem Fall, wie angesprochen, die VWA, also Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. Der Unterricht läuft an verschiedenen Standorten in der Stadtmitte in Stuttgart ab. Die Organisation durch die Akademie und deren Mitarbeiter ist gut und strukturiert. Aus allen Teilen Deutschlands stammen die sehr kompetenten Dozenten (Erfahrungen aus der Industrie oder von wichtigen, teilweise internationalen Lehrstühlen). Die wichtigsten Fächergruppen sind Rechnungs- und Finanzwesen, Marketing, Personal und Material- und Produktionswirtschaft. Dadurch werden die wichtigsten Bereiche der BWL abgedeckt. Zusätzlich gibt es noch spezielle Vorlesungen zu Technikfragen, Kompetenz- und Sprachtraining.

Welche Perspektiven haben Sie nach der Ausbildung?
Die Zukunftschancen in der Branche Telekommunikation sind momentan eher nur befriedigend. Im Unternehmen ist die Nachfrage nach BA-Absolventen jedoch sehr groß. In 2008 gab es mehr zu besetzende Stellen als BA-Absolventen. Die Studenten konnten aus eine Fülle an Jobs auswählen. Außerdem gilt die gleiche Regel wie bei jedem Studium: man macht sich über seine gezeigten Leistungen für den Arbeitgeber attraktiv.

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Interview mit Martin Gardemann
Wirtschaftsingenieurwesen Jahrgang 2007

Welche Aufgaben erfüllen Sie hauptsächlich in Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Die Bearbeitung von Projekten während mehrerer Abteilungseinsätze.

Was ist das Besondere an Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Viele Möglichkeiten im In- oder Ausland praktische Erfahrungen zu sammeln. Nützliche Seminare der Berufsausbildung bereiten den Studenten sowohl auf das Berufsleben, als auch das Studium an der BA vor.

Warum haben Sie sich für den Ausbildungsberuf ... entschieden?
Das breitgefächerte Wissen, das an der BA vermittelt wird, eröffnet dem Wirtschaftsingenieur eine Vielzahl von Einsatzgebieten und hervorragende Zukunftsperspektiven.

Wie lange dauert die Ausbildung?
3 Jahre mit wechselnden Aufenthalten an der BA und im Betrieb

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?
Interesse an Technik und eine gewisse Leistungsbereitschaft sollten vorhanden sein.

Wie ist der Unterricht an der Berufsakademie organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?
Der Vorlesungsplan wird von der BA vorgeschrieben, es können jedoch nachträglich in Absprache mit den Dozenten Vorlesungen verschoben werden.
Es besteht Anwesenheitspflicht.
Prinzipiell ist zu sagen, dass bei diesem Studium die ersten Semester sehr techniklastig sind. Hier sind dann meist auch Kernfächer zu finden die recht anspruchsvoll sind. Jedoch kann man dies nicht verallgemeinern, da es von Dozent zu Dozent unterschiedlich ist.

Welche Perspektiven haben Sie nach der Ausbildung?
Es bestehen vielfältige Einsatzmöglichkeiten an Schnittstellen von Technik und Betriebswirtschaft. Je nach persönlichen Präferenz kann man sich auch in die eine oder andere Richtung vertiefen.

 
 
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